Presse
24.08.2012, 10:07 Uhr | Bild und Text/Neckarquelle
CDU sorgt sich um Kellenbachschule
Schülerzahlen gehen zurück / Ortsvorsteher Dieter Kohler spricht ansonsten von einer guten Infrastruktur

 

Der Schuraer Ortsvorsteher Dieter
Kohler hat eine positive Bilanz
der Eingemeindung von
Schura gezogen. Das wurde bei
einem Besuch der CDU-Gemeinderatsfraktion
deutlich. Sorgen
macht die Kellenbachschule.

Schura. „Es waren heiße Jahre der
Verwaltungs- und Kreisreform unter
dem erst neu amtierenden Bürgermeister
Heinz Mecherlein, doch die
Entscheidung von Schura fiel mit 57
Prozent der Wählerstimmen auf eine
„Ehe mit Trossingen“, erinnerte Ortsvorsteher
Dieter Kohler an die Zeit
Anfang der 70er-Jahre.
300 000 Deutsche Mark habe es
damals als Eingemeindungsprämie
gegeben, blickte Dieter Kohler zurück.
„Schura ist sehr gut gefahren als
einzige Braut, die zu Trossingen
kam.“ Weigheim habe sich damals
mit ganz knapper Mehrheit für Villingen-
Schwenningen entschieden und
wäre aus Sicht Kohlers sicherlich heute
froh, bei Trossingen zu sein. Was
Schura betreffe, sei heute eine gute
vertrauenswürdige Normalität eingetreten.
„Wir gehen vernünftig und
sachorientiert miteinander um“. und
Schura habe alles bekommen, was
versprochen wurde.
„Wir haben eine intakte funktionierende
Infrastruktur in Schura“, betonte
Kohler mit Blick auf die Kellenbachschule
und die Kellenbachhalle,
den Kindergarten und „das Jahrhundertbauwerk“
Südost-Umgehung
und das Gewerbegebiet Neuen. Die
Einwohnerzahl von Schura ist von
880 im Jahr 1971 auf 1660 Mitte 2012,
die von Trossingen von 11 000 im Jahr
1971 auf heute 13 600 gestiegen.
Die Frage von CDU-Stadtverbandsvorsitzendem
Werner Hauser,
ob es für Schura ein Vorteil sei, zu
Trossingen zu gehören, beantwortete
Dieter Kohler so: „Die Frage ist, ob
Schura, wenn es selbstständig geblieben
wäre, Baugebiete hätte erschließen
können.“ Trotz allem habe Schura
eine gewisse Selbstständigkeit bewahrt,
meinte Hans Trümper mit
Blick auf die evangelische Kirchengemeinde.
Hierzu zähle auch das
Vereinswesen, ergänzte Dieter Kohler.
Allerdings gebe es seit etwa 15
Jahren keine eigene Feuerwehr mehr,
Im dreigruppigen Kindergarten
seien vor zwei Jahren die Außenanlagen
neu gestaltet worden, derzeit laufen
kleinere Umbaumaßnahmen, da
nach den Ferien der Schuraer Kindergarten
stadtweit der erste ist, der
drei Mischgruppen mit jeweils zwei
Kindern unter drei Jahren haben
wird.
Für die erforderlichen baulichen
Maßnahmen gebe es Landeszuschüsse
in Höhe von 70 Prozent, sodass
sich der städtische finanzielle Aufwand
in Grenzen halten wird. Das
Gebäude selbst ist städtisch, Träger
ist die evangelischen Kirchengemeinde
Schura.
Die Kellenbachschule sei in gutem
Zustand, Rektor Carolin Ladenburger
sei rundum zufrieden, betonte Dieter
Kohler. „Die Außenanlagen werden
momentan vom Förderverein neu gestaltet.“
Sorgen macht sich allerdings
Fraktionssprecher Clemens Henn
über den Rückgang der Schülerzahlen
gegenüber der Rosen- oder der
Friedenschule.
Insgesamt besuchten im Schuljahr
2011/12 nur etwa 125 Schüler in sechs
Klassen die Kellenbachschule in
Schura. „Die Schullandschaft müssen
wir unbedingt im Auge behalten“, so
Henn. Sonst wandern nach seiner
Einschätzung die Schüler wie in Talheim
auch noch nach Wurmlingen
oder Aldingen aus. Auch Wolfgang
Schoch sieht eine Gefahr der Schülerabwanderung,
allerdings mit Ziel Rupert-
Mayer-Schule in Spaichingen.
„Es fahren fast mehr Busse nach
Spaichingen als nach Trossingen.“
Das Rathaus präsentierte Dieter
Kohler als gut und sinnvoll ausgelastetes
„multifunktionales Rathaus“
mit Ortschaftsverwaltung und Sitzungssaal
sowie im Obergeschoss
den Räumen für den Schachverein
und den Foto-, Film- und Video-Club
und im Erdgeschoss Räumen des
Kunstkreises und dem Büro Plansecur
von Barbara Schmidt.
Alle bisherigen und auch die neuen
in Trossingen möglichen Grabformen
werden auch auf dem Schuraer
Friedhof angeboten. Insgesamt nahmen
sowohl Grabformen wie auch
Liegezeiten, Erd- und Urnenbestattungen
eine längere Diskussion in
Anspruch. Als „Schuraer Modell“ bezeichnete
Dieter Kohler die Möglichkeit
der Baumgräber, die in Schura
bei einem bestehenden Baum als
Halbkreis mit 16 Plätzen angeboten
werden, im Gegensatz zu Trossingen,
wo rund um einen Baum 32 Plätze
sind. Insgesamt gebe es auf dem
Schuraer Friedhof keine Platzprobleme.
„Wir haben viel freie Fläche, es
sieht eher wie ein Park aus“, so Kohler.
iko

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